Investitionsabzug: Wann Sie keinen Strafzins bezahlen

Für geplante Investitionen der nächsten drei Jahre können Sie schon vorher bis zu 200.000 Euro abschreiben. Um Mitnahme-Effekte zu vermeiden (bloßes Ausnutzen der Steuererstattung auf Zeit ohne echte Investitionsabsicht) hat der Gesetzgeber im Gesetz einen sechsprozentigen Strafzins vorgesehen. Dieser Strafzins konnte aber wegen einer Formulierungspanne im Gesetz so gut wie nie festgesetzt werden. (Das hat die Finanzämter freilich nicht daran gehindert, es immer wieder zu probieren.)

Die Panne wurde nun im Gesetz behoben – das gilt aber erst ab Steuerjahr 2013 (§ 7g Abs. 3 Satz 4 EStG).

Tipp: Lösen Sie alte Investitionsabzugsbeträge (IAB), bei denen inzwischen die Absicht zu investieren aufgeben wurde, in der Steuererklärung 2012 auf! Denn da darf das Finanzamt noch keinen Strafzins kassieren.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Germering

Alle 2 Wochen aktuelle Steuertipps per Mail? Melden Sie sich hier zu meinem Newsletter an.

Golfturnier geht nicht als Betriebsausgabe

Golfspielen ist bei vielen Unternehmern ein beliebter Sport. Insofern kann man durch die Veranstaltung eines Golfturnieres mit anschließender Abendveranstaltung gut Kunden akquirieren. Trotzdem darf man die Kosten nicht als Betriebsausgabe absetzen.

Aus einem aktuellen Urteil: „Bei der Veranstaltung eines Golfturnieres ist es unbeachtlich, ob die Anbahnung von Geschäftsabschlüssen bzw. die Werbung für das Unternehmen im Vordergrund gestanden hat. Für die Streichung des Betriebsausgabenabzugs reicht es aus, wenn die Möglichkeit besteht, dass Geschäftsfreunde unterhalten werden oder dass man privaten Neigungen nachgeht.“ (FG Hessen, 22.05.13, 11 K 1165/12, EFG 13, 1477)

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Germering

Alle 2 Wochen aktuelle Steuertipps per Mail? Melden Sie sich hier (http://www.gesierich.de/newsletter.php) zu meinem Newsletter an.