Steuerfreie Überlassung, von PC, iPhone & Co

Elektronikgeräte kann man als Arbeitgeber steuerfrei überlassen (§ 3 Nr. 45 EStG) und steuer­begünstigt verschenken (§ 40 Absatz 2 EStG) – aber es gibt einige Stolperstricke. Im Folgenden habe ich Ihnen die häufigsten Fragen meiner Mandanten zum Thema zusammengestellt:

Muss das Gerät betrieblich genutzt werden? Nein, auch zu 100 Prozent privat genutzte Geräte sind begünstigt. Es muss auch keinen betrieblichen Grund für die Überlassung geben.

Muss das Gerät im Betrieb sein? Nein – zumal Mobiltelefone ja mobil sind. Auch das steuerfreie Firmen-iPad kann auf dem Wohnzimmertisch liegen  und bleibt dennoch steuerfrei.

Kann ich das Handy/iPad auch verschenken?
Ja, aber nicht steuerfrei, sondern mit 25 Prozent Pauschalsteuer. Und auch nur zusätzlich zum Gehalt. Eine Umwandlung von Urlaubsgeld in ein geschenktes Smart­phone geht also nicht.

Kann der Arbeitnehmer auf Gehalt verzichten, um ein Smartphone, das im Eigentum der Firma bleibt, zu bekommen? Ja, anders als bei der Schenkung kann die steuerfreie Über­lassung auch durch Umwandlung von regulärem Gehalt erfolgen.

Kann auch ein freier Mitarbeiter/selbstständiger Handelsvertreter ein steuerfreies Smartphone bekommen?
Nein, die Steuerbefreiung gibt es nur für Arbeitnehmer im lohnsteuerlichen Sinne.

Welche Geräte sind genau befreit? Früher galt die Befreiung nur für „betriebliche PCs und Telekommunikationsgeräte“. 2012 wurde das ausgedehnt auf „Datenverarbeitungsgeräte“. Damit fallen nun auch ganz klar tablet-Computer (z. B. iPad), Smartphones (z. B. iPhone, Samsung Galaxy) und tragbare Navigationsgeräte unter den Begriff.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Germering

Steuern sparen: Kapitalvermögen auf Kinder verlagern

Der Grundfreibetrag ist dieses Jahr auf 8.130 Euro gestiegen. Wenn man hier noch den Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro und den Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro dazurechnet, kann ein Kind pro Jahr Zinsen in Höhe von 8.967 Euro steuerfrei beziehen. Eltern mit umfangreichen Kapital­einkünften können also Steuern sparen, indem sie Kapitaleinkünfte auf die Kinder übertragen.

Hinweis: Auch wenn das Kind volljährig ist und die Kapitaleinkünfte über 8.967 Euro liegen, riskiert man steuerlich nichts mehr, weil seit 2012 die Einkünfte des Kindes beim Kinderfreibetrag keine Rolle mehr spielen.

Damit das Finanzamt mitspielt, muss die Schenkung zivilrechtlich wirksam sein. Das Depot muss auf den Namen des Kindes lauten und die Eltern dürfen auf Kapital und Zinsen nur für Ausgaben zurückgreifen, die eindeutig das Kind betreffen. Die Verfügungsgewalt des Kindes darf nicht eingeschränkt sein. Es gilt: „Geschenkt ist geschenkt“. Und stets besteht die Gefahr, dass das Kind beim 18. Geburtstag das Geld für einen Ferrari (o. ä.) ausgibt.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Germering